Missionare aus Gerlingen: Luise Friederike Däuble
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Keine andere Gerlinger Familie hat der Mission mehr Söhne und Töchter gestellt als die Familie Däuble.

Vater Jakob Däuble stammte aus Hasslach bei Herrenberg und war 1841 mit elf Kindern als Schullehrer nach Gerlingen gekommen.

Drei seiner Söhne wurden Missionare, zwei Töchter Missionsfrauen.

Luise Friederike Däuble wird 1835 als jüngste Tochter von Jakob Däuble und seiner Frau Luise in Sindelfingen geboren. Familie Däuble zieht 1841 nach Gerlingen.
Luise Friederike Däuble

Luise Friederike Däuble wird dem jungen Missionar Kammerer in Indien versprochen, aber noch ehe sie indischen Boden betritt, war dieser gestorben. 

Luise Friederike Däuble arbeitet am Waisenhaus von Mangalore und an der Katechistenschule als Lehrerin. Dort lernt sie einen jungen württembergischen Theologen schätzen - August Finkh, 1831 in Calw geboren. August Finkh ist vom württembergischen Konsistortium sechs Jahre für den Missionsdienst freigestellt und schreibt an die Baseler Mission: 

"... ich habe Ihnen diesmal zwei persönliche Bitten vorzulegen. Die erste ist um Heiratserlaubnis. Die zweite Bitte ist eine nähere Bestimmung der Ersteren. Ich bitte, Sie möchten mir erlauben, dass ich um die Hand der Jungfer Luise Däuble, Lehrerin an der hiesigen Mädchenanstalt, anhalte. Der Miss Däuble habe ich mich eine Zeitlang, nämlich im April ds. Js., ziemlich genähert, ihr aber kein Wort gesagt, das mich binden würde. Und als ich von Seiten der Brüder darauf aufmerksam gemacht wurde, dass unser gegenseitiges Benehmen auffalle und Geschwätz unter den Leuten mache, habe ich auch dies geändert und bin seitdem zuräckhaltend gegen sie. Es wird mir aber erlaubt sein, wenn einmal meiner Eltern Ansicht mir kundgeworden ist und dieselbe zustimmend lautet, ihr davon zu sagen und förmlich bei ihr anzuhalten, natürlich unter der Bedingung der noch zu erwartenden Genehmigung der verehrten Komitee, ohne die von keinem eigentlichen Verlöbnis die Rede sein kann..."

August Finkh und Luise Friederike Däuble heiraten. 1865 reisen sie mit ihrer Tochter Selma nach Europa. Finkh fühlt sich auf der 14-tägigen Schiffahrt von Mangalore nach Suez nicht wohl. Auf der Weiterfahrt mit der Eisenbahn nach Alexandrien verschlechtert sich sein Zustand. Auf der Fahrt mit dem Schiff stirbt August Finkh am 17. Februar in der Nähe von Korfu. Luise Friederike Däuble berichtet nach Basel: "Da wir so nahe am Land waren, durfte die Leiche nicht ins Meer versenkt werden, man sagte mir deshalb, dass sie in Korfu an Land gebracht werden kann." Nach einem langen Irrgang in Korfu findet Luise Friederike Däuble den deutschen Konsul, der ihr verspricht, die Leiche auf dem Schiff abzuholen und an Land christlich bestatten zu lassen. Sie selbst kann an der Beerdigung nicht teilnehmen, da das Schiff nicht wartet. Luise Friederike Däuble ist in dieser Zeit schwanger. Zurück in Heslach wird sie von einem Kind entbunden, das bald darauf stirbt.

Einen Einblick in Luise Friederike Däubles Leben von 1865 bis 1876 geben einige Briefe, die heute im Gerlinger Stadtarchiv aufbewahrt werden.

Über das weitere Leben von Luise Friederike Däuble ist nichts bekannt ... bis zu dem Tag im Jahre 1876, an dem sie die Frau des schwerkrank heimgekehrten Missionars Johannes Rebmann wird. 1914 stirbt Luise Friederike Däuble.

Impressum Kontakt: info@johannes-rebmann-stiftung.de