Missionare aus Gerlingen: Wilhelm Däuble
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Keine andere Gerlinger Familie hat der Mission mehr Söhne und Töchter gestellt als die Familie Däuble.

Vater Jakob Däuble stammte aus Hasslach bei Herrenberg und war 1841 mit elf Kindern als Schullehrer nach Gerlingen gekommen.

Drei seiner Söhne wurden Missionare, zwei Töchter Missionsfrauen.

Wilhelm Däuble wird 1824 als Sohn von Jakob Däuble und seiner Frau Luise in Sindelfingen geboren. Familie Däuble zieht 1841 nach Gerlingen.

Wie sein Bruder Gottlob Christoph kann er vier bis fünf Jahre die Realschule besuchen und kommt 1836 nach Stuttgart zum Buchdruckermeister Wilhelm Frank in die Lehre. Wilhelm wird 1846 in die Basler Mission aufgenommen. 1851 reagiert er positiv auf die Anfrage, ob er "willig und bereit" sei, sich "an die Bremer Missionsgesellschaft abtreten" zu lassen, unter der "voraussichtlichen Bestimmung nach Westafrika zu gehen". Die Bremer Mission, die heutige Norddeutsche Mission, schickt ihn in den Teil Ghanas, der zum damaligen Togo gehört. Togo wird später von 1884 bis 1918 deutsche Kolonie.

Wilhelm Däuble wird für das Ewe-Land östlich des Voltaflusses bestimmt. Ewe ist auch die Sprache der Eingeborenen.

Vier Missionare hatte man schon 1847 in dieses Gebiet ausgesandt. Alle vier waren gestorben. 1851 treffen neue Missionare in Peki ein, darunter Wilhelm Däuble und ein Missionsehepaar, in Peki ein, dem Hauptort des Ewe-Stammes. Ein Missionar stirbt bald, das Ehepaar reist wieder ab, Däuble bleibt übrig. Er ist in eine unruhige Welt gekommen: Bald gibt es Krieg zwischen den Engländern und den Bewohnern von Peki - der Kopfsteuer wegen, die auch an der Goldküste zu Krieg und Niederlage der Kroboer geführt hatte.

Däuble schlägt sich nach Accra durch und beginnt schließlich, in Keta am Atlantischen Ozean zu bauen, weil der Krieg alles zerstört hat. "Keta" bedeutet "Sandkopf". Es ist eine Sandbank, auf der ein früheres dänisches Fort steht, in dem zuvor viele Sklaven gefangen gehalten waren.

Wilhelm Däuble und andere Missionare beginnen mit dem Bau eines großen, festen Hauses, das als Warenlager dienen soll. Die Mauern aus Lehm werden einen halben Meter dick. Noch heute nennt man in Westafrika solche dicken Mauern die "German Walls", die deutschen Wände.

Bei der Arbeit in glühender Hitze erleidet Wilhelm Däuble einen Sonnenstich. Nach drei Wochen stirbt er am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages des Jahres 1853, neun Monate nach seinem Bruder Gottlob Christoph.

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