Missionare aus Gerlingen: Jakob Maisch
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Jakob Maisch, Schilderer indischer Verhältnisse:

"Die Natur hat hier ihre Schönheiten in Üppigkeit verschwendet und alles, was entweder zur Erhaltung gehört oder zur Zierde dient, ist in voller Menge zu haben: Reis in Menge, Baumwolle, Zucker, Indigo, Weizen, Hanf im Überfluss, Baumfrüchte aller Art, Cocosnüsse, Pesang und eine Menge anderer Arten, die zu beschreiben mehr Platz und mehr Kenntnis als die meinigen erfordern würde ..."

Jakob Maisch wird am 19. Oktober 1796 in Gerlingen geboren, als Sohn von Jakob Maisch und Friederike, geb. Widmaier, die Mitbegründer Korntals sind. Er tritt 1818 ins Missionshaus in Basel ein und ist dort der 16. Zögling. 1821 ist er fertig und wird über die "Church of Mission Society" in England nach Indien geschickt.

In Burdwan/Bengalen, im Osten Indiens, wird Jakob Maisch stationiert und dem für die Missionsschule tätigen Missionar Dürr zugeteilt. Maisch berichtet, dass Dürrs Schulen in einem blühenden zustand sind.

In einem Brief an den Missionsinspektor Gottlieb Blumhardt berichtet Jakob Maisch von den Religionen, die auf dem Pantheismus basieren - der Lehre, nach der Gott nur innerhalb der Welt existiert. Er beschreibt die Schwierigkeit der Missionarsarbeit in Indien:

"Die Heiligen Schriften ... werden ... besonders, wenn es Leute von besserer Erkenntnis sind, nicht angenommen, ohne sie vorher geprüft zu haben, und da sie meistens mit Vorurteilen prüfen, so ist es natürlich, dass sie am Ende sagen: Unsere Schriften sind älter, haben mehr Wundervolles, haben mehr Gesetze, in Eurem ist nichts von Essen und Trinken festgesetzt. Unsere sind bei weitem besser, älter und was am meisten Gewicht hat: sie sind in Sanskrit geschrieben, welches da ohnehin die Göttersprache ist."

Jakob Maisch verheiratet sich vermutlich mit einer Engländerin namens Harington. Mit 29 Jahren stirbt er. Vielleicht hat er seinen Tod vorausgesehen, denn er schreibt kurz vorher: "Nehmen Sie jedoch in die Rechnung, dass die Planung, wie sie unser Herz gemacht hat und dass die Wünsche, nach deren Erfüllung unser Herz sich sehnt, ja nur zu oft in 24 Stunden durch den Tod vereitelt sind. Todesfälle sind hier nicht selten, wo wir heute Abend mit unseren Freunden vergnügt sind und den anderen Abend demselben am Grabe die letzte Ehre bezeugen."

Was bleibt sind die interessanten Berichte des wortgewandten Jakob Maisch über das Leben in Indien. Als kluger und intensiver Beobachter berichtet er vom Land Indien, von dessen Menschen, ihrer Mentalität, ihren Krankheiten, von Sprachen, Religionen, Tieren und der Vegetation, vom Klima und von Naturkatastrophen.

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