Missionare aus Gerlingen: Christoph Zimmermann
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Christoph Zimmermann war 12 Jahre alt, als sein Bruder Johannes an die Goldküste ausreiste.

Schon damals träumte er davon, es ihm gleichzutun und auch Missionar oder Lehrer zu werden. Die finanziellen Verhältnisse hatten es nicht erlaubt, ihm eine gute Schulbildung in Korntal zu ermöglichen. Seine Mutter war 1841 gestorben, sein Vater - der weider geheiratet hatte - 1846 bei der großen Thyphus-Epedemie in Gerlingen.

Christoph Zimmermann wird 1838 in Gerlingen als "kleiner Bruder" des bekannteren Johannes Zimmermann geboren.

Bei seinem Stiefvater erlernt er das Bäckerhandwerk. 1854 besteht er das Landexamen, 1856 wird er ins Esslinger Lehrerseminar aufgenommen.

Nach der Aufforderung seines Bruders Johannes, nach Afrika zu kommen, um dessen Kinder zu unterrichten und sie die deutsche Sprache zu lehren, bricht Christoph Zimmermann die Ausbildung im Lehrerseminar ab. Mit dem Gerlinger Missionar Jakob Heck reist er zur Goldküste.

Am 27. Dezember 1856 trifft Christoph Zimmermann bei seinem Bruder Johannes in Akropong ein. Christoph erkennt seinen von schweren Krankheiten gezeichneten älteren Bruder fast nicht mehr.

Er beginnt nach dem Erscheinungsfest, die Kinder seines Bruders zu unterrichten und hilft ihm bei schriftlichen Arbeiten. Er erlernt die Gã-Sprache, die in seines Bruders Familie gesprochen wird. Bald macht ihm das Klima zu schaffen. Ihn plagt das Gallenfieber und er leidet an schmerzlichen Geschwüren, so dass sein Bruder Johannes sich um sein Leben ängstigt.

Das Basler Missionshaus übernimmt Christoph Zimmermann und ordiniert ihn 1864 in Akropong, wo er bereits 1862 die Knabenschule übernommen hatte. Jeden Monat unternimmt er mit seinen Schülern Predigtreisen, unterweist sie in Handarbeit (sie müssen ihre Kleider selbst nähen) und beschäftigt sie bei der Landarbeit. Neben Schulunterricht hält er Sonntags- und Abendschule, die von mehr als einem Dutzend junger Männer besucht wird. Er lehrt Rechnen, Schreiben, Lesen, Biblische Gesichte und Geografie.

Das Missionshaus gibt ihm Maria Pfuderer aus Hattenhofen zur Ehefrau. 1867 wird das erste Töchterchen geboren, das jedoch bald stirbt.

1867 wechselt Christoph Zimmermann nach Abokobi. Dort geht es ihm gesundheitlich besser, aber "dennoch fühle ich, dass meine Kräfte immer mehr abnehmen". Er bittet um Europaurlaub. Im Mai 1868 kommt er in Liverpool an. In der Heimat erholt er sich wieder, kehrt aber nicht mehr an die Goldküste zurück, sondern reist nach Amerika, wo er ab 1870 in Ann Arbor, Michigan, und in Port Huron Pastorenstellen übernimmt.

Am 10. Mai 1890 stirbt Christoph Zimmermann in Amerika.

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